EUR/NOK – Hausaufgabe – 2. Teil
Einige haben sich an der Hausaufgabe zum Währungspaar EUR/NOK beteiligt. Es ging bei der Aufgabenstellung darum, anhand des Tagescharts eine oder mehrere Swing-Trading-Ideen zu entwickeln. Wie schon erwähnt, gibt es kein Richtig oder Falsch. Das wird man erst in einigen Tagen oder Wochen beurteilen können. Es sind aber ausnahmslos fundierte Antworten abgegeben worden. Nachfolgend meine Einschätzung, die sich teils mit denen der abgegebenen Antworten deckt. Kein Wunder, denn wir blicken doch alle auf den gleichen Chart. Dennoch, und da sieht man eben wieder, dass es immer auch andere Meinungen – die ebenfalls ihre Berechtigungen haben – zum gleichen Wert/ zum gleichen Chart geben kann.
Mit dem Tief Mitte Mai entwickelte sich eine Aufwärtsphase, wobei das Hoch vom Mai nur kurz Bestand hatte. Verbindet man nun die seit dem Mai-Tief herausgebildeten lokalen Hoch- und Tiefpunkte kann ein ansteigendes Dreieck in den Chart eingezeichnet werden. Eigentlich eine trendbestätigende Formation. Trades bieten sich zwischen den Begrenzungslinien des Dreiecks an, doch stören hier die beiden Durchschnittslinien, die 38er- und 200er-Durchschnittslinie. Der Abstand würde mir aufgrund des Spreads nicht ausreichen, um hier einen Trade innerhalb des Dreiecks einzugehen. Daher bleiben lediglich zwei Trade-Varianten einer Dreiecks-Formation übrig.
Einmal der Long-Einstieg nach Bruch der oberen Begrenzungslinie – etwa 8,1902 – mit Ziel 8,5560, dem Zwischenhoch aus 2009. Auf dem Weg dorthin muss aber das Mai-Hoch beachtet werden: Hier kann die Reise schon beendet sein. Kommt es aber zum Überwinden dieser Hürde, ist der Weg aber nahezu frei und daher bietet sich mit dem Eintrten dieses Ereignises dann auch eine Positionsaufstockung an.
Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Short-Szenario. Mit dem Bruch der unteren Begrenzungslinie kann sofort ein Trade mit guten Erfolgsaussichten eingegangen werden. Ein gutes Chancen-/Risikoprofil – die Positionen können jeweils knapp ober- bzw. unterhalb der Begrenzungslinien relativ eng abgesichert werden – ergibt sich aber erst, wenn auch die Unterstüzung bei 7,8977 – Tiefpunkt aus dem Sommer und Spätsommer 2008 – nach unten verlassen wird. Deswegen kann auch hier mit einer Positonsaufstockung ab diesem Ereignis dem sonst höheren Risiko begegnet werden – oder aber erst mit dem Bruch dieser Unterstützung ein Short-Einstieg vollzogen werden. Ziel ist dann das Tief vom Mai. Hier entscheidet sich dann, ob es weiter abwärts geht oder ein Doppel-Boden ausgebildet wird. Geht es unter diese Unterstützung, dann ist das Tief aus 2002 das nächste übergeordnete Ziel (um 7,20).
Das vorliegende Währungspaar eignet sich aufgrund des relativ hohen Spreads nicht für das Kurzfrist-Trading, wobei auffällt, dass der Spread beim CFX Broker mit 40 Pips (Zielspread) sich positiv von den hier aufgeführten Spreads anderer Broker unterscheidet.


Ja, das sind die Gründe. Spread f. Swing-Trade ungeeignet.
Herr Kleinlein,
I/Szenario sieht innerhalb des Dreiecks keine Aktivitäten vor.
Fragen:
- Nach I/Zielspread von 40 Pips kein Handlungsbedarf ?
- Für SwingTrade ungeeignet ?
- Andere Gründe ?